Bonding

Bonding – Hautkontakt, Nähe, Bindungsaufbau – mehr als nur ein Schlagwort!

„ … optimale Bedingungen und ein möglichst lückenloses Bonding zu ermöglichen"

Bonding – die nahe Beziehung zwischen Mutter und Kind in den ersten Lebensstunden, aber auch die zwischen Eltern und Kind, Vater und Kind, – all das hat großen Einfluss auf die Entwicklung des neugeborenen Kindes und wird zunehmend wahrgenommen. Hautkotakt, Wärme, Stillen, Zusprache, Zuneigung, Geruchswahrnehmung, Stimmzuordnung und all die verschiedenen kleinen Facetten des Umganges mit dem Neugeborenen direkt nach der Geburt sind förderlich zu seiner besten, gesunden Entwicklung!

Das Entstehen einer solchen umfassenden Bindung zwischen Ihnen und Ihrem Kind nennen wir Fachleute also „Bonding“. Bonding gelingt besonders gut, wenn Sie viel Ruhe, Zeit und engen Kontakt / Hautkontakt mit Ihrem Baby haben, Ihr Kind voll stillen, sich ihm mental und emotional uneingeschränkt zuwenden. Genauso entwickelt sich Vertrauen und eine verlässliche Bindung. Babyfreundliche Krankenhäuser, zu denen auch das St. Martinus Krankenhaus in Langenfeld gehört, vermeiden Routinemaßnahmen, die das Bonding stören könnten. Das 24 Stunden Rooming-in bietet den notwendigen äußeren Rahmen, auch das häufig genutzte "Familienzimmer" von Mutter-Vater-Kind trägt zu deren Verwirklichung bei.

Die Väter sollten ebenso mit ihrem Baby „bonden“, gerade auch im Haut-zu-Haut-Kontakt! Verbringen Sie als frisch gebackener Vater intensiv Zeit mit Ihrem Kind, haben Sie bewussten Körperkontakt! Sie können Ihr Baby auch nachts als Elternpaar mit in Ihr Bett nehmen. Die Information „Gemeinsames Schlafen im Elternbett“ beschreibt, was Sie dabei unbedingt berücksichtigen sollten. Bonding betrifft vor allem Mutter, Vater, aber auch die Famile bzw. enge Bezugspersonen, ja sogar das Kreißsaal-Team mit Hebammen, Ärzte, und Kinder-GesundheitspflegerInnen sind in diesen Prozess mit eingebunden.

Früh-Bonding: Hautkontakt fürs Urvertrauen und mehr ...

Alle medizinischen und pflegerischen Maßnahmen sind darauf abgestellt, von Beginn an ein Maximum an Nestwärme für die neuen Erdenbürger und ihre Eltern zu schaffen. Besondere Bedeutung hat neben dem Stillen das Früh-Bonding: Sofort nach der Geburt wird Hautkontakt zwischen Mutter und Säugling hergestellt – etwa zwei Stunden lang und am besten bis das Baby das erste Mal gestillt wurde. Wichtig ist es dabei, dass das Baby den Herzschlag der Mutter hört. Das fördert das Urvertrauen und beeinflusst maßgeblich die spätere Eltern-Kind-Beziehung. In Notfall-Situationen übernimmt der Vater diese Rolle.

All diese Maßnahmen folgen einem Konzept der Weltgesundheitsorganisation UNICEF. Chefarzt Dr. Detlev Katzwinkel legt hierauf großen Wert. Der ununterbrochene Kontakt von Eltern und Kind ist eines von zehn Kriterien dieser Initiative. Alle Mitarbeiter arbeiten gemeinsam nach dem Prinzip der babyfreundlichen Geburtsklinik. Es geht um die Förderung einer möglichst natürlichen, engen Beziehung zwischen Mutter und Säugling.

Sehr wichtig für die Mutter-Kind-Beziehung ist das Stillen. Sie können stillen im Rahmen des Familienzimmers / 24 Stunden auf dem gemeinsamen Zimmer (Rooming-in), dies kann als Familienzimmer im Vorfeld angemeldet werden, sodass junge Familien sich in aller Ruhe ihrem Neugeborenen widmen können. Zusätzlich gibt es auf der Station ein gemütliches Babynest, wo Säuglinge in Ruhe und ohne Störungen angelegt werden können.