Beckenbodenchirurgie und Inkontinenztherapie

Funktionsstörungen und Erkrankungen im Bereich des weiblichen Beckens und Beckenbodens sind häufig. Unterschiedliche Ursachen führen zu Beschwerden, Schmerzen, Harnverlust und anderen Symptomen.

Beckenbodensenkungen beispielsweise bringen verschiedene Formen der Lageveränderung und Funktionsstörung weiblicher Geschlechtsorgane mit sich, teils mit aber auch ohne Beteiligung von Darm oder Blase. Vielfach führt eine Senkung zu einem „Fremdkörpergefühl“ in der Scheide. Andererseits können Senkungszustände auch Ursache für Harnabflusstörungen und chronisch wiederkehrende Entzündungen sein. Darüber hinaus treten vielfach Harnverlust-Erscheinungen auf, die sogenannte Harninkontinenz.

Dr. Katzwinkel ist Mitinitiator einer Initiative zur Qualitäts-Verbesserung der Behandlung von Beckenbodensenkungen und Harninkontinenz. Vor mehr als 10 Jahren startete er diese mit der GSG-Dormund Consulting und drei anderen Chefärzten. Inzwischen gehören 20 Kliniken zu diesem Kooperations-Verbund. Die angewendeten OP-Methoden werden nach standardisierten Therapieschemata eingesetzt und mit großer Erfahrung angewendet. Ein aufwendiges Nachsorgeprogramm nimmt den Heilungsverlauf besonders in den Blick und sichert die Qualität langfristig.

Jede betroffene Patientin erhält einen eigenen Info- und Dokumentationsordner. Sie ist dadurch schon vom Beginn der Therapie an bestens informiert und hat jederzeit alle Behandlungsunterlagen frei zu ihrer Verfügung. Diese wichtige Transparenz führt zu mehr Sicherheit und fördert auch das Vertrauen in das jeweils behandelnde Mediziner-Team.

Senkungen und Harninkontinenz sind ein Problem, über das Frauen selbst nur ungern sprechen. Krankheiten des Beckenbodens können die Patientinnen psychisch sehr stark belasten. Auswirkungen wie Fremdkörpergefühl, Wundsein oder auch die Kombination mit Harninkontinenz führen dazu, dass manche Betroffenen später sogar ihr Haus nicht mehr verlassen wollen und so gesellschaftlich mehr und mehr isoliert werden.

Dabei ist eine Beckenbodensenkung heute durchaus keine Erkrankung, mit der sich Frauen für den Rest ihres Lebens abfinden müssen. Gerade für diese Frauen hat das St. Martinus Beckenboden-Kompetenz-Zentrum zusammen mit anderen Fachärzten der Gynäkologie in weiteren 20 Krankenhäusern ein TÜV-geprüftes und vielfach bewährtes Behandlungskonzept entwickelt. Die Patientinnen profitieren dabei von der langjährigen Erfahrung von Chefarzt Dr. Detlev Katzwinkel und seinem Operations-Team. „Wichtig ist uns neben hoher Professionalität auch die optimale menschliche Betreuung der jeweiligen Patientin“, sagt Dr. Katzwinkel „Mit einer erfolgreichen Therapie kann den Frauen oft sehr viel Lebensqualität zurückgegeben werden.“

Die Lebensqualität kann deutlich verbessert werden

Schwere Geburten, angeborene Bindegewebsschwäche, Raucherhusten oder Übergewicht – all das sind Risikofaktoren, die eine Beckenbodensenkung verursachen oder aber verstärken können. Fest steht, diese Erkrankungen zählen zu den häufigsten gynäkologischen Leiden von Frauen überhaupt. Früher wurde eine Überlaufblase oder Harninkontinenz häufig verschämt verschwiegen, heute sorgen Internet und die neuen Medien für eine offenere Wahrnehmung. Moderne Therapieverfahren schaffen eine nachhaltige Besserung oder sogar völlige Beschwerdefreiheit für die Betroffenen.

Beratung hilft nachhaltig

Die Frauenärzte im St. Martinus Krankenhaus haben sich auf die Behandlung von Beckenbodensenkung und Harninkontinenz spezialisiert. „Unsere Fachkompetenz ist nicht zuletzt durch unsere langjährige Zusammenarbeit im Team entstanden“, berichtet der Chefarzt der Gynäkologie, Dr. Detlev Katzwinkel. Beratung vor, während und nach der Therapie ist ein wesentlicher Schlüssel zum dauerhaften Erfolg einer solchen Behandlung. So gehören Beckenbodengymnastik, Urodynamik und lokale Therapie immer mit zum Gesamtkonzept.

Als Gründungsmitglied des TÜV-geprüften Behandlungspfades „Rekonstruktive Beckenbodenchirurgie und operative Behandlung bei Harninkontinenz“ (GSG) zählt das St. Martinus Krankenhaus mit seinem Beckenboden-Kompetenz-Zentrum zu einem deutschlandweiten Fachexperten Kompetenz-Netzwerk für Erkrankungen des Beckenbodens.