Dem Sterben die Würde bewahren

ProVita Symposium in Ewersbach / Dietzhölztal

Die in neuer Organisationsform wieder gestartete „Stiftung ProVita“ hat zum Thema „Dem Sterben die Würde bewahren“ an der Theologischen Hochschule des Bundes Freier evangelischer Gemeinden in Ewersbach ein erstes lebensethisches Symposium organisiert. Ehrengast der Veranstaltung war die Autorin Martina Rosenberg. Ihr neues Buch heißt „Mutter wann stirbst du endlich“ und befaßt sich mit der schwierigen Begleitung ihrer zunehmend an Demenz leidenden Mutter bis zu ihrem Tode. Angehörige mit dem Wunsch, die eigenen Verwandten auch im Alter und bei eintretenden Erkrankungen bzw. auch Demenz zu Hause zu pflegen und versorgen, werden rasch bis an ihre Grenzen herausgefordert, ja zum Teil auch überfordert. Frau Rosenberg schilderte auf dem Symposium authentisch und glaubwürdig die Kluft zwischen Anspruch und wirklich leistbarer Versorgung älterer und zunehmend morbiderer Menschen durch ihre Angehörigen. Dazu las sie auch Passagen aus ihrem vielbeachteten Buch vor.

Sowohl die im Podium sitzenden fachlich qualifizierten Gesprächspartner, als auch das sehr interessierte und ebenfalls qualifizierte Besucherplenum verhalfen der Veranstaltung zu einem hoch interessanten Diskussionsniveau. Der sehr lebendige Gesprächs-Austausch und die Erläuterungen der Fachleute gaben Einblicke in Hintergründe und Grenzfragen der würdevollen Versorgung betreuungsbedürftiger älterer Menschen. Dr. Detlev Katzwinkel, ebenfalls Gast im Podium, erinnerte wiederholt an die Bedeutung von Vorsorgevollmacht, Patientenverfügung und andere schriftlich dokumentierte Vereinbarung, die vor dem Eintreten von Demenz, Alzheimer oder auch Multimorbidität abgeschlossen sein müssen.

Dem Sterben die Würde bewahren